Sturm- und Schneebrüche unbedingt aufarbeiten
Der Borkenkäfer ist kurz vor dem Ausflug!


Schneebruch FichtengipfelZoombild vorhanden

Durch Schneelast gebrochene Fichtengipfel

Das Schadholz durch die Sturm- und Schneebrüche aus dem Januar sowie durch die Stürme „Bennet“ und „Eberhard“ im März 2019, das sich noch im Wald befindet, muss schnellstmöglich aufgearbeitet werden, denn die neue Käfersaison beginnt - der Buchdrucker ist kurz vor dem Ausflug.
Vom Wind geworfene Fichten und im Bestand liegendes Gipfelbruchmaterial ist höchst fängisch für Kupferstecher und Buchdrucker und bietet den Borkenkäfern attraktiven Brutraum. Im Umkreis dieser Schäden ist bereits in der ersten Schwärmphase mit Stehendbefall zu rechnen. Einzel- und Nesterwürfe sind besonders kritisch, da hier die Brutraumkapazität schnell überschritten ist und angrenzende Bäume befallen werden können.

Auf was muss bei der Käferkontrolle geachtet werden?

Angesichts der hohen Populationsdichten aus dem Vorjahr rechnet das AELF Landshut mit einem starken und zeitlich komprimierten Ausflug der überwinternden Käfer. Erste Käfer können in wärmebegünstigten Lagen und Situationen bereits fliegen. Der Hauptschwärmflug wird entsprechend der aktuellen Temperaturprognosen des Deutschen Wetterdienstes Ende der kommenden Woche einsetzen. Dann macht auch die Suche nach frischem Stehendbefall Sinn, da Bohrmehl am Stammfuß und in den Rindenschuppen der befallenen Bäume zu finden ist.
Das Forstamt empfiehlt daher dringend, Schneebruch- und Sturmschäden konsequent und komplett aufzuarbeiten. Abgebrochene Gipfel müssen aus den Beständen entfernt werden. Sie sind zu Beginn der Schwärmzeit noch nicht ausreichend abgetrocknet und stellen ideales Brutmaterial dar. Stämme, die noch mehr als ein Drittel grüne Krone haben, können im Bestand verbleiben, da mit einer erfolgreichen Revitalisierung gerechnet werden kann. Im Laufe der Vegetationszeit sollten solche Stämme aber regelmäßig auf Stehendbefall untersucht werden.
Das Borkenkäfer-Monitoring der Bayerischen Forstverwaltung hat bereits zum 1. April begonnen. Das AELF Landshut hat für Stadt und Landkreis Landshut die Gefährdungsstufe bereits auf „rot“ gesetzt.

Beratung zum richtigen Umgang mit Käferflächen für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer:

Weitere Informationen

Ansprechpartnerin für die insektizidfreie Borkenkäferbekämpfung

Ramona Resch
AELF Landshut
Schwimmschulstraße 23
84034 Landshut
Telefon: 0871 603-2002
Fax: 0871 603-2099
E-Mail: forst@aelf-la.bayern.de