Versuchsrundfahrt 2019
Vielfalt und Dimension des niederbayerischen Freilandgemüsebaus

Personen auf Salatanbaufläche

Auch 2019 fanden sich mehr als 50 Teilnehmer zur traditionellen niederbayerischen Versuchsrundfahrt in Landau a. d. Isar ein. Die Veranstaltung vermittelt wichtige Beobachtungen und Ergebnisse für die Saatgutzüchtung, den Handel und die Industrie, die Forschung und Beratung und für Erwerbsgemüseanbauer. Die Versuchsergebnisse werden traditionell zum neuen Kalenderjahr im "Gelben Heft" herausgegeben.

Die Fahrt wird vom Gartenbauzentrum Bayern Süd-Ost, in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Veitshöchheim, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Deggendorf, dem Erzeugerring für Gemüse Straubing e. V. sowie dem Landesverband Bayer. Feldgemüseanbauer e. V. durchgeführt.
Gurken, Wasser, Speisezwiebeln
Am Betrieb Stangl machten sich alle ein Bild über die gängigen, neuen und noch in der Entwicklungsphase befindenden Einlegegurkensorten.
Am Betrieb Kröll in Ottmaring stellte der Wasserberater des Landkreises Deggendorf, Alois Dorfmeister, den sicheren Umgang mit Bewässerungsbrunnen dar. Um das Grundwasser vor einem ungewollten Eintrag zu schützen, erklärte er die richtige Anlage eines Feldbrunnens mit Anböschung und Grasfläche und zeigte dies an einem Beispiel am Feld. Auf die korrekte Absicherung des Brunnens wurde großen Wert gelegt und die Teilnehmer diskutierten Möglichkeiten, um die Sicherheit für Personen zu gewährleisten.
Der Vormittag schloss mit einer Versuchsbesichtigung am Betrieb Köring in Niederharthausen. Dort wurden Speisezwiebelsorten hinsichtlich ihrer Fusariumresistenz getestet und den Teilnehmern vorgestellt.
Salat, Spritztechnik und neue Kulturen
Am Nachmittag wurde einen Sortenversuch mit Kopf,- und Eissalat wie auch Mini-Romana am Hof Siebauer in Niederhausen besucht. Darauf wurde am Hof Löw in Ganacker die Wirkung von zwei Herbiziden mit den Wirkstoffen Pelargonsäure; Bromoxynil auf Amaranth, Gänsefuß und Portulak untersucht. Die logarithmische Spritztechnik ermöglicht es, die genaue und wirkungsvollste Konzentration durch eine Spritzgabe zu ermitteln.
Bei der letzten Station, am Biohof Waas, wurde eine Zusammenfassung für den Süßkartoffelanbau gegeben und neue Kulturen wie den Ingwer und das Zitronengras besichtigt. Weiterhin wurde eine maschinelle Vorrichtung für die Bodenprobenahme bis 60 cm Tiefe vorgestellt.