Taufe in Reisbach
Der freche Michel ist Pflanze des Jahres 2019

Nicht mit Wasser, sondern mit Sekt wurde getauft und es waren auch keine zarten Babys, sondern üppige Pflanzen und Gemüse, die gestern in der Gärtnerei von Manfred Mutz in Reisbach die Taufe empfingen.
Im Regierungsbezirk Niederbayern fand im April 2019 die Auftaktveranstaltung zum "Tag der offenen Gärtnerei" statt. Dabei empfingen die bayerische Pflanze und das Gemüse des Jahres 2019 von Staatsminister Hubert Aiwanger ihren Namen "Der freche Michel – unser Bienenschwarm" und die knackige Gurke "Lilli Lilliput" im Beisein von zahlreichen Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft.
Der freche Michel
"Der freche Michel" ist ein Ziersalbei, der bereits im April blau-violett zu blühen beginnt.
Lilli Lilliput
Die Minigurke "Lilli Lilliput" braucht nur so viel Platz, wie sie in einer Blumenampel oder einem großen Topf vorfindet.
Bewertung der Pflanze des Jahres
Die Pflanze des Jahres wird von einem Bewertungsgremium aus Vertretern des Berufsstandes, der Beratung und der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) jeweils im Vorjahr gewählt. Bewertungsgrundlage sind die Ergebnisse aus den Sortensichtungsversuchen der LWG.
300 teilnehmende Betriebe
Nach den großen Erfolgen der ersten Jahre wurde Aktion 2005 erstmals unter dem Dach des Bayerischen Gärtnereiverbandes (BGV) für ganz Bayern umgesetzt. 2019 beteiligen sich rund 300 Mitgliedsbetriebe des BGV an der Aktion. Veranstaltungen zur Taufe der Pflanze finden in jedem Regierungsbezirk mit prominenten Taufpaten statt. Ab dem "Tag der offenen Gärtnerei" (27. April 2019) können die Verbraucher die "Pflanze des Jahres" exklusiv bei den teilnehmenden Gärtnereien erwerben.

Pflanzen des Jahres waren u. a.:

  • "Sunnyboy Luggi" (2018)
  • "Sinnliche Sissi" (2017)
  • "Willis Bienenparty" (2016)
  • "Lachende Lucy" (2015)
  • "Schneeweißchen und Rosenrot" (2014)
  • "Trio Mio" (2013)
  • "Baronesse Sophia" (2012)
  • "Lena Amarena" (2011)
Große Resonanz
Die Pflanze des Jahres ist inzwischen eine traditionelle Marketingaktion des BGV mit großer öffentlicher Resonanz. Auch andere Bundesländern übernahmen das Konzept. Mittlerweile wird auch ein "Gemüse des Jahres" ausgerufen. Gartenbaubetriebe können sich so in der Öffentlichkeit gut präsentieren und von Gartencentern und Baumärkten absetzen. Die Exklusivität wird über strengste Geheimhaltung und direkte Absprachen mit den Züchtungsbetrieben im Vorfeld der Aktion gewahrt.